Interessengemeinschaft Modellbahn Kaarst eV

 
 
 

DB-Anlage / allgemein / evolution

Text: Heinrich Huetz / Bild: Heinrich Huetz

Das Karlsforster Wochenblatt zur Evolution unserer zeitlosen DB-Anlage in der Ausgabe vom 7.8.2019:

Hochbetrieb und hoher Besuch in Bahnhof Karlsforst

Standesgemäß waren die Bundeskanzlerin und 3 ihrer Vorgänger im Salonwagen der Bundesregierung angereist. Diese eher ungewöhnliche Wahl des Verkehrsmittels war, wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautete, nicht nur ein Signal der Politik für den Klimaschutz. Sie war auch dem Anlass „Wiederinbetriebnahme des Bahnhofs Karlsforst“ geschuldet.

Der Bahnhof Karlsforst hat in den vergangenen Monaten eine komplett neue Steuerung erhalten. Dazu musste er für den gesamten Schienenverkehr gesperrt werden. Das hatte den Betreiber, die Interessengemeinschaft Modellbau Kaarst (IGM) wegen der internationalen Bedeutung des Bahnhofs vor erhebliche organisatorische und auch finanzielle Aufgaben gestellt. Diese konnten nach Angaben eines Sprechers jedoch alle schon im Vorfeld mit anderen Bahnverwaltungen und Partnern geklärt und gelöst werden.
Nicht ohne Stolz sei man, wie seitens der IGM weiter berichtet wurde, dass der nun in Betrieb genommene zentrale Bauabschnitt bereits 2 Monate vor dem geplanten Termin fertig gestellt wurde.

Wie zu vermuten ist, dürfte das für die Verantwortlichen in der Politik durchaus überraschend gewesen sein, ist doch eine vorzeitige Fertigstellung von Großprojekten in Deutschland eher ungewöhnlich. Sowohl die Kanzlerin als auch Ihre Vorgänger zeigten sich gleichermaßen von der neuen Technik beeindruckt. In ihrer Rede wies die Bundeskanzlerin daher nicht nur auf die überregionale Bedeutung des neuen Bahnhofs hin, sondern hob besonders die neue Technologie mit ihren interessanten Verkehrsmöglichkeiten hervor. Es verwundert nicht, dass sich auch Redner aller anderen Parteien in dieser Richtung äußerten.

In der Tat sind beim Lesen der technischen Angaben auch Eisenbahnfachleute beeindruckt. Der Bahnhof wurde neu in 4 Bereiche aufgeteilt, von denen die beiden zentralen Bereiche sich sowohl mit digitalen Fahrzeugen (im Digitalbetrieb) als auch konventionell mit analogen Gleichstromfahrzeugen befahren lassen. Das Stellen der ca. 45 Weichen und der Fahrstraßen erfolgt nach dem Umbau generell digital wobei erstmals in diesem Umfang die Bedienung per großformatigem Touchscreen zum Einsatz kommt. Hohen Wert, so hieß es seitens der IGM weiterhin, habe man auf eine einfache Bedienung und besonders viele Betriebsmöglichkeiten gelegt. Im Analogbetrieb ist daher das Abschalten von Gleisabschnitten mit in die Fahrstraßensteuerung eingebunden. Auch Nebengleise, die bisher eher selten benutzt werden konnten, sind nun voll in das Betriebsgeschehen einbezogen, um die Kapazitäten des Bahnhofs Karlsforst zu optimieren.

Noch am Abend reisten die Kanzlerin und ihre Amtskollegen aus der Epoche 3 und 4 wieder mit dem Regierungszug ab. Zuvor hatte sie allerdings noch dem einsetzenden regulären, und auch gleich sehr regen Zugverkehr noch eine Weile zugesehen.


Wie und zu welchen Kosten der Salonwagen (Kanzlerwagen) aus dem Haus der deutschen Geschichte geborgen und wieder betriebsbereit gemacht werden konnte, darüber wollte man sich im Bundesverkehrsministerium auch auf mehrfache Anfrage hin nicht äußern.
Auch über Verlautbarungen, wonach die IGM seit Mittwoch vier neue prominente Mitglieder in ihre Reihen aufgenommen hat, konnte in der Zwischenzeit nichts Neues in Erfahrung gebracht werden.